„Als Arzthelferin hatte ich viel mit dem ärztlichen Notdienst zu tun, auch nachts. In fast jeder Nacht gab es einen Verstorbenen. Ich komme aus einem kleinen Dorf und habe dort auch schon immer bei Beerdigungen ausgeholfen, beispielsweise den Blumenschmuck arrangiert. Insofern ist mir der Tod vertraut. Für mich gehört der Tod zum Leben und man sollte so leben, als könnte jeder Tag der letzte sein. Deshalb lege ich bei Streitereien nicht jede Kleinigkeit auf die Goldwaage, ich bin der Meinung, die meisten Querelen lohnen sich nicht.
Für den Abschied von einem Verstorbenen muss man sich Zeit nehmen. Nicht einfach ausweichen, weil man es vielleicht nicht aushält. Mein Großvater war krebskrank und ist kurz vor seinem Tode nach Hause gekommen. Weitere lebenserhaltende Maßnahmen hat er abgelehnt. Einen Tag bevor er starb, ist er ein letztes Mal ums Haus gegangen und hat sich bewusst verabschiedet. Am folgenden Tag ist er in seinem Bett eingeschlafen.
Angst vor dem Tod hatte ich nie. Die Toten aus der Familie wurden bei uns zu Hause im offenen Sarg aufgebahrt. Wir Kinder haben dort auch gespielt und als mein Opa gegangen war, hieß es: „Wollt ihr Opa noch mal sehen?” Wir sind an seinen Sarg getreten und haben ihn ein letztes Mal gestreichelt. Ganz unbefangen.” Margret Wallbaum,
kaufmännische Mitarbeiterin |
 |
„Mein Vater war Friedhofsangestellter und so hatte ich schon früh Einblick in die Bestattungsarbeit. Ich habe den Bezug zum Bestattungswesen nie verloren und nach meiner kaufmännischen Ausbildung hatte ich den Wunsch,
in dieser Branche zu arbeiten.
Ich habe schon immer Kontakt mit Menschen gepflegt und dieser Beruf hier in der Feuerbestattung ist mit seinen vielfältigen Aufgaben für mich nicht nur Job, sondern Berufung. So mache ich sehr gerne Führungen durch das Haus.
Wichtig für die Menschen, die zu uns kommen, ist, dass hier Offenheit herrscht. Die Vorgänge müssen transparent und nachvollziehbar sein.
Ich selbst habe keine Angst vor dem Tod. Ich glaube, danach kommt etwas. Was genau ,weiß ich nicht. Das weiß keiner. Besonders erfüllt mich, wenn ich Trauernden ein klein wenig ihren Kummer erleichtern kann.”
Knut Kowol,
kaufmännischer und technischer Mitarbeiter |