Die Geschichte der Feuerbestattung

Jules_cesarFeuerbestattungen gibt es bereits seit über 5000 Jahren. Schon immer wurden urnenähnliche Gefäße verwendet, um die Asche aufzubewahren. Auch Cäsar hat seinen Körper einäschern lassen – im Römischen Reich war die Feuerbestattung die gängige Bestattungsform.

Ein Beweis dafür liefern auch die im Jahr 1912 entdeckten archäologischen Urnenfunde am Standort der Feuerbestattung Minden, im Industriegebiet Minden-Ost. Diese Tonurnen stammen aus der vorrömischen Eisenzeit (ca. 800 bis 300 v. Chr.). Weitere Infos hier …

Feuer gilt als reinigendes Element. Deshalb werden beispielsweise bei Buddhisten und Hindus die Körper der Verstorbenen fast immer verbrannt.

Bei uns war die  Feuerbestattung lange Zeit verboten. Erst im Zuge der Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie aus hygienischen Gründen wieder erlaubt. 1934 wurde die Feuerbestattung laut Gesetz der  Erdbestattung gleichgestellt und 1963 auch von der katholischen Kirche anerkannt. Die Zahl der Feuerbestattungen in Deutschland steigt seitdem kontinuierlich an.

Seit der Hospizbewegung Mitte der 80er Jahre gibt es eine Revolution in der Bestattungskultur. Das Thema Tod wird mehr und mehr enttabuisiert. Zudem reisen Menschen in alle Welt und erleben Bestattungsrituale in anderen Kulturen. Der offenere Umgang hat neue Möglichkeiten geschaffen, die den Vorstellungen der Menschen entgegenkommen.

Dieser Wandel ist Teil des gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozesses. Die Menschen wollen die Rahmenbedingungen ihrer Bestattung mitgestalten. Und Angehörige möchten gute Erinnerungen an die letzten Momente mit ihren Verstorbenen behalten. Deshalb wünschen sich immer mehr Menschen individuelle und kreative Bestattungsformen.

Hightech und Umwelt

FMI-technikDer Umweltgedanke spielt für uns eine große Rolle, und es entspricht unserem Verantwortungsgefühl für die Umwelt, dass unsere Anlage die gesetzlichen Grenzwerte für Emissionen der Umweltschutzrichtlinien um ein Vielfaches unterschreitet. Die Feuerbestattung Minden ist mit der technologisch modernsten Anlage ausgerüstet, die derzeit möglich ist. Die Emissionen / Ausstöße werden durch unsere Anlage weit unterschritten (nach 27. Bundesimmissionsschutzgesetz). Der RAL-Verband (RAL – GZ 906 Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen e.V.), in dem wir seit 2007  freiwillig Mitglied sind, überprüft regelmäßig unangekündigt diese gesammelten Werte. Die Feuerbestattung Minden zählt demnach bzgl. des Emissionsschutzes zu den 10 besten Feuerbestattungen in Deutschland.

Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. Wir sind stets darauf bedacht, Fortschritte im technischen Bereich in unser Konzept mit aufzunehmen. Wir haben einen sehr hohen Anspruch an uns selbst und können Ihnen daher einen optimalen Service bieten, der das Vertrauen verdient, das Sie uns entgegenbringen.

FMI-dekoSpenden aus Recycling von metallischen Rückständen

Bei der Ascheaufbereitung werden nur Teile entfernt, die der Urne nicht zugeführt werden können, zum Beispiel einige medizinische Rückstände wie künstliche Hüftgelenke. Diese werden gesammelt und in einem Fachbetrieb recycelt. Diese Einnahmen spenden wir an gemeinnützige Projekte, meist aus der Region. Jegliche andere Metalle, wie auch Gold, verbleiben in der Urne. Mit der Beauftragung der Einäscherung bei der Feuerbestattung Minden wird unserem Konzept zum Umgang mit Metallrückständen zugestimmt. Es besteht keinerlei Anspruch auf Erstattung. Der Entnahme- und Spendenprozess wird von der RAL Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen, in dem wir freiwillig Mitglied sind, unabhängig überwacht und dokumentiert.

„Wir brauchen viele Jahre bis wir verstehen, wie kostbar Augenblicke sein können.“

Ernst Ferstl

Einige unserer Spendenpartner:

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst
Minden-Lübbecke

Hospizgruppe Stadthagen
Hospizgruppe Obernkirchen-Auetal
Osnabrücker Hospiz

Einige Spendenprojekte:

Unterstützung des Aufbaus der Sternenkinder-Grabstädte auf dem Südfriedhof im Jahr 2013:
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Sternenkinder Grabstädte auf dem Südfriedhof Minden,
Foto: Gabriele Bleichroth, Ev. Krankenhausseelsorge Minden

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Friedhofskultur 8/2013, S. 7

Bartholomäus erhielt im Jahr 2013 eine Gemeinschaftsspende des Verbunds „Die Feuerbestattungen“ zur Verwirklichung eines Kinderheims in Nairobi:
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Bericht Jahrheft Bartholomäus

 


Spenden für das Projekt Fruchtalarm im Mindener Johannes Wessling Klinikum, Kinderonkologie:

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Bild: Projekt Fruchtalarm

Das Projekt Fruchtalarm findet unter anderem, neben vielen weiteren Einsatzorten in Deutschland, wöchentlich im Johannes Wessling Klinikum in Minden auf der Kinderkrebsstation statt. Bunte, leckere Fruchtcocktails (natürlich ohne Alkohol) werden von den Fruchties zusammen mit den Kindern gemixt. Neben viel Spaß und einer tollen Abwechslung im Klinikalltag, wird ebenso die Motivation zur Flüssigkeitsaufnahme gefördert, denn oft nimmt diese in der chemotherapeutischen Behandlungen ab.

Häufige Fragen

Je nach Bestattungsart werden unterschiedliche Aschekapseln verwendet.
Diese Aschekapseln werden dann in eine sogenannte Schmuckurne hinein gesetzt.

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Die Urnenkapsel

Aschekapsel
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Die Friedwald-Urnenkapsel

Aschekapsel
FMI-naturstoffurne

Die Ökourne

Aschekapsel

Die unterschiedlichen Schmuckurnen werden beim Bestatter ausgesucht, hier einige Beispiele:

FMI-schmuckurne

Die Schmuckurne

Urnen
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Die Seeurne

Urnen
FMI-friedwaldurne

Die Friedwald-Urne

Urnen