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Herzlich Willkommen

FBMinden_schmuckurne„Als ich mir vor einigen Jahren Gedanken über meine Bestattungsvorsorge gemacht habe, entstand der Wunsch, eines Tages eingeäschert zu werden. Ich stellte fest, dass es nur Feuerbestattungsanlagen gab, die alle weit entfernt lagen. Diesen Zustand wollte ich ändern. Mein Anliegen war es, ein stil- und niveauvolles Haus in warmen Farben zu gestalten, mit angenehmer Umgebung und Räumen für Trauerfeiern. Trauernde sollten sich in ihrer emotionalen Lage gut aufgehoben fühlen und Verstorbene würdevoll behandelt und pietätvoll verabschiedet werden.

So entstand 2004 hier in Minden eine der ersten privat betriebenen Feuerbestattungsanlagen in Nordrhein-Westfalen. Wir führen ein offenes Haus. Jeder, der sich für eine Feuerbestattung interessiert, kann kommen, Fragen stellen und sich alles anschauen. Die meisten sind erstaunt, wie würdevoll und pietätvoll eine Einäscherung gestaltet werden kann. Uns sind in den Jahren Verstorbene und Trauernde aus vielen Kulturen und von unterschiedlichster Mentalität begegnet und wir haben die verschiedensten Rituale kennengelernt. Dabei haben wir alle Wünsche erfüllt, die Hinterbliebene für ihre Angehörigen oder die Verstorbenen selbst hatten.”

Ihr Ulrich Pumpe
Geschäftsführer Feuerbestattung Minden

Ein offenes Haus

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In den letzten Jahren hat sich in der Bestattungs- und Trauerkultur in Deutschland vieles verändert. Es sind neue private und sehr moderne Feuer­bestattungs­anlagen entstanden, in denen sich mit Einfühlungs­vermögen um die Belange der Hinter­bliebenen gekümmert wird.

Bei der Feuerbestattung Minden führen wir alle Wünsche gewissenhaft aus. Wir ermöglichen individuelle Abschied­nahmen oder Trauer­feiern und sorgen für eine würde­volle Übergabe des Sarges an das Feuer – auf Wunsch auch im Beisein der Hinter­bliebenen. Unsere Räumlichkeiten sind hell und freundlich gestaltet und werden bei Bedarf festlich geschmückt. Unsere Mit­arbeiter sind besonders geschult im Umgang mit den Angehörigen – sie verstehen es, Trauernde respektvoll und mit Gefühl zu begleiten. Wir möchten, dass der schwere Abschied von einem lieben Menschen in möglichst guter Erinnerung bleibt.

Uns ist es ein Anliegen, die Vorbehalte gegenüber der Feuer­bestattung weiter abzubauen. Deshalb stehen unsere Türen jederzeit für Besucher offen. Wir sind stolz auf unser Haus und zeigen gern unsere Räumlichkeiten.

Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich Rede und Antwort. Wenn Sie unser Haus besich­tigen möchten, ver­ein­baren Sie gern unter
0571 97402-0 einen Termin.

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“

Albert Schweitzer

RAL Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen

FMI_urkundenIm Jahr 2007 wurde die Feuerbestattung Minden mit dem
RAL Gütezeichen Feuerbestattungsanlagen ausgezeichnet.

GFB-logoDiese Auszeichnung erfordert die Einhaltung strengster Auflagen, die die gesetzlichen Forderungen deutlich überschreiten. Der Anforderungskatalog der RAL Gütegemeinschaft enthält die höchsten Standards zum Betrieb von Krematorien in Europa. Eine regelmäßige Überprüfung dieser Auflagen gewährleistet eine gleichbleibende Qualität.

Archäologische Funde am Standort der Feuerbestattung Minden

Leben und Tod in Minden Päpinghausen
Eine Momentaufnahme aus der vorrömischen Eisenzeit (ca. 800 bis 300 v. Christus)

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Vitrine mit Fundstücken und Infotafel im Foyer von Feuerbestattung Minden

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Nahaufnahme einer Urne aus der vorrömischen Eisenzeit

 

Original-Fundstücke aus der Ausstellung zum Zeitpunkt der Ausgrabung 2007. Die Gräber gehören zu einem größeren Gräberfeld, auf dem Menschen ihre Toten bestatteten.

Bereits im Jahr 1912 waren beim Bau des Mittellandkanals, nahe der heutigen Feuerbestattung Minden GmbH & Co. KG, erste tönerne Urnen gefunden worden, die einen Brandgräberfriedhof aus vorchristlicher Zeit erkennen ließen. Weitreichendere Erkenntnisse gewannen die Archäologen der LWL Archäologie für Westfalen aber erst viel später, als 1994 bei der Erschließung des Gewerbegebietes Päpinghausen weitere archäologische Funde entdeckt und im Laufe einer 10-jährigen Ausgrabungskampagne untersucht werden konnten.

Hier hatten Gehöfte mit hölzernen Wohnhäusern gestanden, in denen Menschen und Tiere unter einem Dach lebten. Ihre Lebensgrundlage war die Landwirtschaft, was zahlreiche kleine aus Holz gebaute Getreidespeicher belegen. Darüber hinaus bezeugen ungewöhnlich viele Spinnwirtel (Schwungscheiben zum Herstellen von Garnen) einen erheblichen Umfang der Textilherstellung, die als häusliches Handwerk ausgeübt wurde. Für Westfalen sehr selten ist der Nachweis von Buntmetallverarbeitung; es wurde ein nahezu vollständig erhaltener Gusstiegel geborgen sowie Fragmente von mindestens vier weiteren, in denen noch Reste von Metall hafteten. Mit dem Beherrschen dieser Technik ist auch ein gewisser Wohlstand zu erklären. Zwar haben die Bewohner – als die Siedlung aus noch unbekannten Gründen aufgegeben wurde – alles mitgenommen was von Wert war, doch sind dabei einige Stücke verloren gegangen.

Gusstiegel zur Bronzeverarbeitung und verzierter, gegossener Bronzering / Glasperlen (Foto: S. Brentführer, LWL-Archäologie für Westfalen) / Gewandspange, sog. Fibel Typ Manching, Bronze mit Koralleneinlagen aus dem 2. Jh. v. Chr., Rekonstruktion LWL-Archäologie für Westfalen (Foto H. Kröger, Bielefeld) / Rekonstruierte Schmuckausstattung einer Frau aus der Eisenzeit (Grafik; G. Riedel, Bielefeld)

Gusstiegel zur Bronzeverarbeitung und verzierter, gegossener Bronzering / Glasperlen (Foto: S. Brentführer, LWL-Archäologie für Westfalen) / Gewandspange, sog. Fibel Typ Manching, Bronze mit Koralleneinlagen aus dem 2. Jh. v. Chr., Rekonstruktion LWL-Archäologie für Westfalen (Foto H. Kröger, Bielefeld) / Rekonstruierte Schmuckausstattung einer Frau aus der Eisenzeit (Grafik; G. Riedel, Bielefeld)

Dazu zählen eine Perle aus Bernstein, die aus dem Nord- oder Ostseebereich verhandelt worden sein kann, sowie Perlen aus blauem und grünem Glas. Die Prunkstücke sind jedoch eine bronzene Gewandspange, eine sog. Bügelplattenfibel, ein verzierter massiver Bronzering sowie eine gläserne blaue Schichtaugenperle mit milchig gelber Fadenauflage. Letztere Stücke haben ihre hauptsächliche Verbreitung im keltischen Kulturkreis und lassen damit nicht nur einen gewissen Wohlstand sondern auch weitreichende Kontakte der Bewohner in ferne Regionen erkennen.

Ihren Friedhof hatten die Menschen etwa 1.500 Meter südöstlich der Siedlung, im Zwickel zwischen dem heutigen Mittellandkanal und der Magdeburger Straße. Seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. bestatteten sie hier über einen langen Zeitraum hinweg ihre Toten. Mehr als 90 Gräber konnten die Archäologen untersuchen; weitere Gräber waren aber bereits beim Bau des Kanals zu Beginn dieses Jahrhunderts zerstört worden. Das jüngste untersuchte Grab datiert in das 3./2. vorchristliche Jahrhundert.

 

Feuerbestattung war in der Vorrömischen Eisenzeit in Ostwestfalen die alleinige Bestattungssitte und blieb es bis in die Römische Kaiserzeit (4. Jh. n. Chr.)  (Grafik G. Riedel, Bielefeld)

Feuerbestattung war in der vorrömischen Eisenzeit in Ostwestfalen die alleinige Bestattungssitte und blieb es bis in die Römische Kaiserzeit (4. Jh. n. Chr.) (Grafik G. Riedel, Bielefeld)

Wohnstallhaus in der Vorrömischen Eisenzeit (Grafik G. Riedel, Bielefeld)

Wohnstallhaus in der vorrömischen Eisenzeit (Grafik G. Riedel, Bielefeld)

In jener Zeit war die Feuerbestattung die ausschließliche Bestattungsart. Die Verstorbenen wurden auf einem Scheiterhaufen verbrannt und in Urnen aus Ton oder in organischen Behältnissen, wie etwa einem Lederbeutel, beigesetzt. Einen kleinen Einblick in die Glaubenswelt jener Menschen erlaubt uns die Beigabensitte, denn den Toten waren vielfach kleine tönerne Becher ins Grab gelegt worden, vermutlich mit Nahrung für den Weg ins Jenseits oder für ihr Leben nach dem Tod.

Die verbrannten Knochen waren oft noch so gut erhalten, dass uns anthropologische Untersuchungen auch einzelne hier beerdigte Menschen näher bringen können; so etwa die Bestattung in Grab 82: ein 1,75 Meter großer Mann, der im Alter von ca. 50 Jahren verstorben ist und in seinem letzten Lebensabschnitt vermutlich stark unter Kiefer- und Skeletterkrankungen gelitten hat. Von den der modernen Feuerbestattung übergebenen Menschen berichten Bilder und Dokumente; diese Nachrichten fehlen aus jenen Jahren. Mit Hilfe der Archäologie und der Anthropologie können wir aber dennoch vieles über das Leben und Sterben der Menschen in Minden Päpinghausen vergangener Epochen erfahren.

In Zusammenarbeit mit:

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